22. April 2026
Ein Tag, drei Freunde und eine Stadt voller Energie: Tirana
Es gibt Städte, die überraschen einen – und genau so ging es uns mit Tirana. Eigentlich war nur ein Tag eingeplant, so als kurzer Zwischenstopp auf unserer Albanien-Rundreise. Am Ende hätten wir locker länger bleiben können. Wir sind morgens ziemlich entspannt in Tirana angekommen und wurden direkt von dieser lebendigen, leicht chaotischen Energie empfangen. Der Verkehr wirkt im ersten Moment wild, überall ist Bewegung, und trotzdem hat die Stadt etwas total Einladendes.

Unser erster Stopp war der Skanderbeg-Platz – quasi das Herz der Stadt. Von hier aus lässt sich super viel zu Fuß erkunden. Rund um den Platz stehen einige der wichtigsten Gebäude, und man bekommt direkt ein Gefühl für die Geschichte des Landes. Besonders spannend fanden wir die Et’hem-Bey-Moschee, die mit ihren feinen Verzierungen mitten zwischen den großen Plätzen fast schon etwas ruhig wirkt.
Was uns sofort aufgefallen ist: Tirana ist bunt. Und zwar nicht nur im übertragenen Sinne. Viele Gebäude sind farbenfroh gestrichen, was der Stadt einen richtig eigenen Charakter gibt. Es wirkt jung, kreativ und irgendwie im Aufbruch.
Nach einer kleinen Erkundungstour haben wir uns in eines der vielen Cafés gesetzt – und davon gibt es hier wirklich viele. Kaffee scheint in Albanien eine kleine Lebenseinstellung zu sein. Überall sitzen Leute draußen, trinken Espresso und beobachten das Treiben. Genau das haben wir dann auch gemacht – einfach mal kurz runterkommen und die Atmosphäre aufsaugen.
Am Nachmittag sind wir zur Pyramide von Tirana gelaufen. Das Gebäude hat eine ziemlich spannende Geschichte und ist heute eher ein Treffpunkt für junge Leute. Man kann sogar ein Stück hinaufgehen und hat von oben einen coolen Blick über die Stadt.
Ein echtes Highlight war für uns später die Seilbahnfahrt auf den Dajti. Mit dem Dajti Ekspres geht es raus aus dem Stadttrubel, hoch in die Natur. Oben angekommen: frische Luft, Ruhe und ein richtig schöner Ausblick über Tirana. Der Kontrast hätte kaum größer sein können.
Abends sind wir zurück in die Stadt und im Viertel rund um Blloku gelandet. Früher war das wohl ein abgeschottetes Gebiet für die politische Elite, heute ist es eines der angesagtesten Viertel. Bars, Restaurants, Musik – hier ist richtig was los. Perfekt, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen.
Was uns an diesem einen Tag besonders hängen geblieben ist, ist dieser Mix: Geschichte, Wandel, Kreativität und gleichzeitig eine gewisse Gelassenheit. Tirana ist vielleicht nicht die klassische Postkarten-Hauptstadt – aber genau das macht sie so spannend.
Wenn ihr also auf eurer Albanien-Reise überlegt, ob sich ein Stopp lohnt: Definitiv ja. Selbst ein Tag reicht, um einen richtig guten Eindruck zu bekommen – und vielleicht geht’s euch ja wie uns und ihr wollt am Ende gar nicht mehr so schnell weiter.
So ging es mir auch. Es sollte nur ein Zwischenstopp sein, bin aber 5 Tage geblieben. Das Wetter war herrlich. 🤌🏻