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23. April 2026

Sehr schön, aber... auch mit Kritik.

Martin, 56J, Ingenieur aus Leipzig

Hi, ich bin Martin, 56 Jahre alt, Ingenieur aus Leipzig – und Albanien begleitet mich tatsächlich schon ziemlich lange. Meine erste Reise dorthin war 1998, kurz nach den unruhigen Zeiten im Land. Damals war vieles noch sehr ursprünglich, teilweise chaotisch, aber genau das hat mich fasziniert. Jetzt, fast drei Jahrzehnte später, bin ich zurückgekehrt. Und ich kann sagen: Es hat sich unglaublich viel verändert – aber nicht alles ist nur besser geworden.

Als ich damals durch Albanien gereist bin, war Infrastruktur eigentlich kaum vorhanden. Straßen waren oft Schotterpisten, Strom fiel regelmäßig aus, und an Tourismus war nur in Ansätzen zu denken. Heute sieht das natürlich ganz anders aus: Es gibt viele neue Straßen, Hotels schießen aus dem Boden, und Orte an der Küste sind voll mit Urlaubern.

Aber genau da liegt auch eines der Probleme. Vieles wirkt nicht wirklich geplant. Entlang der Küste wird gebaut, oft schnell und nicht immer durchdacht. Man hat manchmal das Gefühl, dass es mehr um kurzfristigen Profit geht als um nachhaltige Entwicklung. Schöne Landschaften, die ich noch völlig unberührt erlebt habe, sind heute teilweise zugebaut.

Auch das Thema Umwelt ist mir aufgefallen. Gerade Müll ist ein Problem, das ich so in Erinnerung nicht hatte – oder vielleicht habe ich es damals einfach anders wahrgenommen. Heute sieht man an manchen Stränden und Straßenrändern Dinge, die dort einfach nicht hingehören. Für ein Land mit so viel natürlicher Schönheit ist das wirklich schade.

Was mich ebenfalls beschäftigt hat, ist die Organisation insgesamt. Öffentliche Verkehrsmittel sind nach wie vor schwer durchschaubar, vieles funktioniert eher improvisiert. Als Ingenieur merkt man schnell: Da fehlt oft Struktur. Und ich habe auch den Eindruck, dass politische Entscheidungen nicht immer langfristig gedacht sind. Die Regierung wirkt in vielen Bereichen überfordert oder setzt falsche Prioritäten.

Und trotzdem – und das ist mir wichtig zu sagen – die Menschen in Albanien sind für mich das absolute Gegenteil davon. Ich habe selten so viel Gastfreundschaft erlebt. Egal ob im kleinen Restaurant, in einer Pension oder einfach unterwegs: Die Leute sind offen, hilfsbereit und ehrlich interessiert. Das war 1998 so, und das ist heute noch genauso. Vielleicht sogar noch stärker.

Was mich optimistisch macht, ist, dass man überall merkt: Das Land ist im Wandel. Es passiert viel, und nicht alles läuft perfekt – aber es bewegt sich etwas. Ich hoffe wirklich, dass Themen wie Umweltschutz, bessere Planung und Infrastruktur in Zukunft ernster genommen werden. Das Potenzial ist riesig.

Am Ende meiner Reise hatte ich einen ganz ähnlichen Gedanken wie damals: Albanien ist kein perfektes Reiseziel – aber genau das macht es irgendwie besonders.

Und ganz ehrlich: Trotz aller Probleme habe ich mich wieder ein Stück in dieses Land verliebt. Ich werde definitiv wiederkommen.

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Ein Gedanke zu “Sehr schön, aber... auch mit Kritik.

  1. P Paul sagt:

    ja, es muss mehr über das Müllproblem gemacht werden. Aber es wird besser, bestimmt

    1. M Markus sagt:

      es wird auch viel gebaut. überall neue Gebäude

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