2. Mai 2026
Über Berge, Täler und Stille – unsere Reise durch Albaniens Norden
Wir, Max und Fatma, haben uns für eine Reise entschieden, die uns beide schon lange gereizt hat: einmal in den Norden Albaniens, mitten hinein in die Albanischen Alpen. Ohne genau zu wissen, was uns erwartet, aber mit großer Lust auf Natur, Abenteuer und neue Eindrücke, sind wir gestartet – und wurden schnell überrascht, wie intensiv und besonders diese Region ist.

Los ging es in Shkodër, einer Stadt, die für uns sofort den perfekten Einstieg in den Norden darstellte. Die Lage am Shkodra-See, umgeben von Bergen, wirkt fast schon filmisch. Gleichzeitig ist die Stadt lebendig, voller kleiner Cafés und mit einer entspannten Atmosphäre. Besonders beeindruckt hat uns die Rozafa-Burg, die über der Stadt thront und einen weiten Blick über die Landschaft bietet. Shkodër war für uns der perfekte Ort, um anzukommen und in die Reise hineinzufinden.
Am nächsten Morgen ging es früh los in Richtung Berge. Schon die Fahrt Richtung Koman-Stausee war ein Erlebnis für sich, mit immer schmaler werdenden Straßen und immer eindrucksvolleren Ausblicken. Die anschließende Fährfahrt war für uns eines der absoluten Highlights: langsam gleitet man durch türkisfarbenes Wasser, umgeben von steilen Felswänden und unberührter Natur. Diese Ruhe mitten in den Bergen war etwas, das wir so nicht erwartet hatten.
In Fierzë angekommen, führte uns der Weg weiter ins Valbona-Tal. Je tiefer wir in die Berge kamen, desto beeindruckender wurde die Landschaft. Grüne Täler, klare Flüsse und die massiven Gipfel der Albanischen Alpen haben uns sofort gefesselt. Valbona selbst ist ruhig, ursprünglich und genau das, was wir uns für diese Reise gewünscht haben. Kleine Unterkünfte, freundliche Gastgeber und diese besondere Nähe zur Natur machen den Ort einzigartig.
Ein echtes Highlight war für uns die Wanderung von Valbona nach Theth. Früh am Morgen sind wir gestartet, zunächst mit einem stetigen Anstieg hinauf in die Bergwelt. Der Weg fordert, aber jeder Abschnitt wird mit unglaublichen Ausblicken belohnt. Nach mehreren Stunden öffnet sich schließlich der Blick ins Theth-Tal – ein Moment, den wir so schnell nicht vergessen werden.
Theth selbst hat uns sofort in seinen Bann gezogen. Die traditionellen Steinhäuser, die kleine Kirche und die gewaltigen Berge rundherum schaffen eine Atmosphäre, die schwer zu beschreiben ist. Besonders beeindruckt haben uns der Grunas-Wasserfall und das Blue Eye, zwei Naturorte, die mit ihrer Intensität und Farbe fast surreal wirken.
Nach einer Nacht in Theth ging es für uns wieder zurück Richtung Shkodër. Die Rückfahrt war noch einmal eine Gelegenheit, alles wirken zu lassen. Immer wieder haben wir angehalten, die Aussicht genossen und einfach versucht, diese Eindrücke festzuhalten.
Für uns bleibt diese Reise durch Nordalbanien vor allem als eine Mischung aus Abenteuer, Ruhe und beeindruckender Natur in Erinnerung. Valbona und Theth sind nicht nur Orte auf einer Karte, sondern Erlebnisse, die bleiben – und genau das macht diese Region so besonders.